Dienstag, 5. März 2019

Tokio Tag 2

Früh morgens erklangen die Wecker an unserem ersten richtigen Besichtigungstag in Tokio. Wir mussten auch deshalb früher starten, da unser erstes Ziel der nahe bei unserem Hotel gelegene Tsukiji-Fischmarkt war, der vor allem in den frühen Morgenstunden interessant ist. Ein erster Blick aus dem Fenster erfreute die Gemüter noch mehr, denn das Wetter hatte sich artig an seine Vorhersage gehalten: wolkenloser, blauer Himmel.
Nach etwa 15 Gehminuten durch das zu dieser Uhrzeit im Vergleich zum Vorabend noch sehr verschlafene Ginza erreichten wir den Tsukiji-Fischmarkt.
Tsukiji-Fischmarkt
Auf diesem Markt bekommt man auch Obst, Gemüse, Blumen und Fleisch, aber legendär sind vor allem der Fisch und die Meeresfrüchte. Davon wechseln hier Tag für Tag um die 2.000 Tonnen den Besitzer. Da unser Tagesprogramm, auch ob des guten Wetters sehr dicht war, besuchten wir nur den äußeren, wesentlich fußgängerfreundlichen Markt, wo man die verarbeiteten Produkte kaufen und in etlichen kleinen Buden frischen Fisch vertilgen kann. Der innere Markt, in dem all die Meeresbewohner in Kisten gestapelt aufgebahrt liegen, öffnet erst um 9 Uhr, was uns zu spät war. Wer uns kennt, weiß, dass Essen bei uns immer eine treibende Kraft ist, und da wir gestern Abend so richtig auf den Sushi-Geschmack gekommen waren, dauerte es nicht lange, ehe wir in einem kleinen Lokal an der Sushi-Bar vor zwei Köchen saßen. Schnell hatten wir uns für die große Thunfischplatte mit Misosuppe entschieden, die unsere Gaumen frohlocken ließ. Die Bestellung einer zweiten Platte war quasi vorprogrammiert. Wir stellten damit auch fest, dass man hervorragendes Sushi auch zu einem günstigeren Preis genießen kann. Eine Tatsache, die uns für die bevorstehenden Wochen sehr glücklich stimmte.
Sushi zum Frühstück
Mit gut gefüllten Mägen bummelten wir noch ein wenig durch den Markt, bevor wir uns zu unserem nächsten Ziel, dem ein paar Gehminuten entfernten Hama-rikyu Onshi-teien aufmachten, der als einer der schönsten Gärten Tokios gilt und zudem das Einzige ist, was noch vom Shogun-Palast übrig ist, der sich einst bis auf das Gelände des heutigen Tsukiji-Markts erstreckt hat. Die umgerechnet 2,50 € für den Eintritt sind also gern bezahlt. Der saubere und gepflegte Park, dessen Herzstück ein großer Teich mit einer Insel ist, auf der ein netter Teepavillon und schön zurechtgestutzte jahrhundertealte Bäume stehen, lädt zum Spazieren und Verweilen ein. Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang machten wir es uns auf einer Bank in der Sonne gemütlich und genossen die Ruhe, die man in dieser kleinen Oase inmitten der Großstadt findet. 
Hama-rikyu Onshi-teien 1

Hama-rikyu Onshi-teien 2
Beim Verlassen des Parks tummelten sich jedoch schon etliche mit Fotoapparaten bewaffnete Japaner in den Blumenfeldern und unter den blühenden Pflaumenbäumen. Wir konnten uns schon in etwa vorstellen, wie es sein würde, wenn erst einmal die Kirschblüte in vollem Gange ist … Bevor wir gingen, ließen wir es uns aber nicht nehmen, auch selbst ein paar Blümchen zu fotografieren, um in der Masse nicht negativ aufzufallen.
Hama-rikyu Onshi-teien 3
Nun hieß es wieder zurück in das rege Treiben der Stadt und hinein in die U-Bahn, um uns in Richtung Tokyo Sky-Tree zu begeben. Die Orientierung fiel uns überraschend leicht und so erreichten wir nach wenigen Stationen unser Ziel. Der im Mai 2012 eröffnete Tokyo Sky-Tree ist mit 634 Metern der weltweit höchste freistehende Fernsehturm.
Sky-Tree
Der Turm bietet Besuchern zwei Aussichtsplattformen – eine auf 350 m Höhe, die andere auf 450 m Höhe. Wir entschieden uns für die günstigere 350-m-Variante. Der Aufzug schießt mit gewaltiger Geschwindigkeit aufwärts und bereits nach wenigen Sekunden hat man das Aussichtsdeck erreicht, von dem aus sich ein atemberaubender Ausblick über die schier endlose Stadt auftut. Bei schönem Wetter soll man ja bis zu 100 km und somit auch bis zum Fuji sehen können. Das Wetter passte zwar, jedoch reichten die Sichtverhältnisse dennoch nicht aus, um einen Blick auf Japans natürliches Wahrzeichen zu erhaschen. Dennoch genossen wir den Rundumblick auf das Häusermeer unter uns. Von hier oben wird einem auch bewusst, wie klein man unten in dieser gewaltigen Metropole eigentlich ist.
Blick von der Sky-Tree Aussichtsplattform (350 m Höhe)
Der starke Wind ließ den doch sehr massiven Turm hier und da auch merklich wanken, weshalb wir uns alsbald entschieden, die luftigen Höhen zu verlassen und unseren Weg in Richtung Asakusa-Schrein, Tokios meistbesuchten Tempel, fortzusetzen. Der Weg dorthin verlief recht unspektakulär über eine große Hauptstraße und den Sumida-Fluss. Dennoch bietet jedes Viertel und jede Gegend in Tokio ein anderes Flair. Beim Schrein selbst bewahrheitete es sich, dass es sich hierbei tatsächlich um den meistbesuchten Schrein der Stadt handelt. Wir drängten uns durch die Massen aus einheimischen und ausländischen Touristen sowie Gläubigen, wurden hier und da selbst als Touristen entlarvt (ja, sehr schwer bei uns) und angesprochen, woher wir wohl kämen, und sogar ein Foto mit Einheimischen durfte nicht fehlen. Wir vergaßen dabei aber nicht, die wunderschöne Tempelanlage zu bestaunen. Insbesondere die imposante fünfstöckige Pagode wusste zu gefallen. Vor dem Kessel selbst befindet sich ein großer Kessel mit Räucherstäbchen. Weil der Rauch gesundheitsfördernde Wirkung haben soll, versuchen viele Besucher, ihren Körper durch die Kleidung hindurch mit diesem „einzureiben“.
Asakusa Tempel
Nachdem wir genug von der heiligen Stimmung inhaliert hatten, ging es weiter zum weitere 30 Gehminuten entfernten Ueno-Park, oder auch Ueno-koen. Der weitläufige Park versprüht zwar nicht den Charme des Hama-rikyu Onshi-teien, den wir heute Morgen besichtigt hatten, ist jedoch von breiten Gehwegen durchzogen, die an jahrhundertealten Tempeln und Schreinen vorbeiführen. Und auf dem Gelände befindet sich sogar ein Zoo, den wir allerdings nicht besuchten. An der Südspitze des Parks erstreckt sich ein großer Teich, dessen Ufer von etlichen Imbissständen gesäumt ist, die allerlei Köstlichkeiten feilbieten. Der gesamte Park scheint vor allem am Wochenende für viele Tokioter ein beliebtes Ziel zu sein, denn die Menschenmassen waren hier allgegenwärtig, doch aufgrund der Weitläufigkeit fiel das nicht weiter negativ auf.
Ueno-Park
Obwohl wir inzwischen schon etliche Kilometer zu Fuß abgespult hatten und die Beine schon erste Anzeichen von Müdigkeit aufwiesen, entschieden wir uns, das traditionelle Viertel Yanaka aufzusuchen. Die Tokioter nennen es nicht umsonst das „Viertel, das vergessen wurde“, denn wie durch ein Wunder wurde es vom großen Kanto-Erdbeben und den Bombardements der Alliierten im Zweiten Weltkrieg verschont. Auch die radikale Modernisierung der Nachkriegsjahre zog spurlos an Yanaka vorüber. Bis heute stehen hier zahlreiche altmodische Holzhäuser sowie mehr als 100 Tempel, die es zu einem tollen Ort für einen Spaziergang machen. Und tatsächlich hat man hier immerzu das Gefühl, in eine andere Zeit versetzt zu sein. Wenig deutet darauf hin, dass man sich nach wie vor in der bevölkerungsreichsten Stadt des Planeten befindet. In Yanaka gibt es etliche kleinere und größere Friedhöfe, darunter auch den Yanaka-reien, einen der stimmungsvollsten und prestigeträchtigsten der Stadt.
Friedhof in Yanaka
Nach all den schönen Eindrücken hier holte uns aber irgendwann doch die Müdigkeit ein, weshalb wir am frühen Abend mit der U-Bahn wieder zu unserem Hotel zurückkehrten, um uns ein wenig auszuruhen, da wir heute schon über 16 km in den Beinen hatten. Für den Abend hatten wir uns überlegt, noch in der näheren Umgebung oder im Ausgehviertel Roppongi etwas zu essen und uns ein paar Drinks einzuverleiben. Aus all dem wurde allerdings nichts, da wir es nicht mehr aus dem Bett, geschweige denn aus dem Zimmer schafften. Der Jetlag und der doch recht anstrengende Tag hatten ihre Spuren hinterlassen …

Ausgewählte Kuriositäten:
  • Bei den Thunfischauktionen auf dem Fischmarkt werden teilweise wahnwitzige Preise erzielt. So wechselte ein besonders großes Exemplar erst vor wenigen Wochen für den stolzen Preis von umgerechnet 2,7 Millionen Euro den Besitzer – ein neuer Rekord! Daher stellen sich die Touristen auch schon ab 3 Uhr Früh an, um einen der 60 für Ausländer reservierten Plätze bei diesen Auktionen zu ergattern.
  • Eine Besonderheit von Tokio sind mit Sicherheit die Themen-Restaurants und Cafés. So gibt es beispielsweise sogenannte Maid-Cafés, in denen sich kindlich aussehende Kellnerinnen in der Arbeitskluft französischer Zimmermädchen um das Wohl der Gäste kümmern. Was etwas anstößig klingt, ist doch jugendfrei und mit einer Brise Magie versüßt – wortwörtlich, denn die Kellnerinnen verzaubern das Essen und die Getränke immer mit speziellen Zaubersprüchen, um alles noch leckerer zu machen.
  • Tokio gilt als eine der saubersten Städte der Welt. Doch wenn man als Tourist seinen Müll (Plastikflaschen, alte Rechnungen usw.) los werden will, hat man ein Problem. Es gibt so gut wie keine Mülleimer. Und die wenigen, die es gibt, sind meist alles andere als einfach aufzuspüren.
  • Schnäuzten gilt in Japan als unhöflich, das laute Hochziehen jedoch nicht. Wenn man seine Nase jedoch unbedingt befreien muss, sollte man das möglichst im Verborgenen tun, um nicht den Unmut der Umstehenden auf sich zu ziehen.


Sonntag, 3. März 2019

Anreise nach Tokio & Tokio Tag 1

Die deutlich über 9.000 km lange Anreise nach Tokio verlief für alle unkompliziert und reibungslos, der knapp 11 Stunden lange Flug zehrte aber dennoch an den Kräften. Martin und ich flogen wie eingangs erwähnt von Wien und Gianni ein paar Stunden nach uns von München.


Wien - Tokio
In Tokio angekommen und die Einreiseprozedur hinter uns gebracht, übten wir uns am Flughafen an ersten Orientierungsversuchen, um den richtigen Zug in Richtung unseres Hotels zu finden. Doch die Befürchtungen, uns aufgrund der schriftsprachlichen Barrieren nicht zurechtzufinden, bewahrheiteten sich nicht, da auch für unwissende Touristen wie uns alles genau und verständlich angeschrieben war.

Martin beim Entziffern der Karte 
So saßen Martin und ich gegen 8 Uhr Vormittags bald im Zug zur Shimbashi Station, einen recht großen Bahnhof, der nur wenige Fußminuten von unserem Hotel entfernt liegt. Während der ersten zwei, drei Stationen bot sich uns noch viel Platz im Zug, danach bekamen wir jedoch die Rush Hour voll zu spüren und wurden sogleich daran erinnert, dass wir uns doch in der bevölkerungsreichsten Metropole der Welt befinden. Trotz der in den Zug gequetschten Menschenmassen hörte man kein gesprochenes Wort, nur stumme Seelen, die in ihr vor das Gesicht gerichtete Smartphone starrten oder ein kurzes Schläfchen abhielten.
Doch auch diese Anreiseetappe brachten wir problemlos hinter uns und kamen nach einem kurzen, unbeabsichtigten Umweg in unserem recht noblen Hotel im Stadtviertel Ginza an. Es war inzwischen kurz nach 9 Uhr, unser Zimmer konnten wir allerdings erst um 15 Uhr beziehen. So konnten wir uns nur kurz im WC der Hotellobby frischmachen und unser Gepäck verstauen lassen, ehe wir unsere ersten Schritte in die Stadt wagten. Gianni würde erst gegen Mittag im Hotel eintreffen, so blieben uns einige Stunden, um ein wenig die nähere Umgebung zu erkunden.
Wir spazierten ein wenig durch „unser“ Stadtviertel Ginza, Tokios Antwort auf die 5th Avenue in New York, ein luxuriöses Einkaufs-, Restaurant- und Vergnügungsviertel.
Ginza
Wir suchten uns einen Kaffee, um die durch die lange Anreise angezählten Lebensgeister etwas zu wecken, beobachteten das rege Treiben der geschäftigen Fußgänger und suchten mithilfe der WLAN-Möglichkeiten nach unserer ersten Abendessen-Örtlichkeit, da es uns seit der Landung schon mächtig nach Sushi gelüstete. Praktischerweise befindet sich im Herzen Ginzas das Kyubey, eines der beliebtesten Sushi-Restaurants der Gegend, in dem wir gleich für heute Abend einen Tisch reservierten.
Nachdem wir uns in Ginza einen ersten Überblick verschafft hatten und uns noch ein wenig Zeit blieb, ehe wir uns mit Gianni im Hotel treffen würden, spazierten wir noch in den nahe gelegenen Hibiya Park.
Hibiya Park 1

Hibiya Park 2
Der anfängliche Regen wich inzwischen auch langsam der Sonne und machte den kurzen Aufenthalt in dem kleinen, aber netten Park direkt südlich des Kaiserpalasts noch angenehmer. Nach einer kurzen Runde vorbei an hübsch angelegten Gärten und blühenden Pflaumenbäumen gönnten wir uns noch einige Minuten in der Sonne und kehrten zu Mittag ins Hotel zurück, wo Gianni bereits in der Lobby auf uns wartete. Da uns noch immer ein paar Stunden blieben, ehe wir unser Zimmer beziehen konnten, zeigten wir Gianni noch einmal das bisher von uns Erkundete und wagten uns darüber hinaus mit der letzten Kraft, die uns heute noch blieb, weiter zum Kaiserpalast, dem Wohnsitz des japanischen Kaisers und seiner Familie. Die Palastanlage selbst ist leider nicht öffentlich zugänglich, man kann jedoch auch vom umliegenden Gelände, das ebenfalls sehr hübsch gestaltet ist, aus ein paar nette Blicke auf das Innere der Anlage erhaschen.
Gianni und Martin

Kaiserpalast
Nach diesen ersten bereits sehr netten Eindrücken kehrten wir einmal mehr ins Hotel zurück, wo nun endlich unsere Zimmer bereitstanden. Nach einer kurzen Verschnaufpause und den inzwischen bitter notwendigen Duschen trieb uns der Hunger aber bereits wieder hinaus. Im Restaurant Kyubey bekamen wir einen Platz an einem Tisch im traditionellen japanischen Stil, sprich am Boden sitzend. Die Flüche über unsere ungedehnten Körper, die unser Essen im sitzen ein wenig zur Herausforderung werden ließen, wichen jedoch bald dem frohlockenden Jubel über die köstlichen Gerichte, die uns im Zuge mehrerer Gänge serviert wurden. Besonders jegliches Sushi war ein Traum und stellte selbst die besten uns bekannten Restaurants in Österreich bei Weitem in den Schatten. Einzig die Rechnung, die sich mit Getränk bei circa 170 € belief, schmeckte uns nicht ganz so gut … Trotzdem bereuten wir dieses einzigartige Esserlebnis ganz und gar nicht, wir nahmen uns lediglich vor, nicht jeden Tag in selbiger Preisklasse speisen zu gehen. Mal sehen, ob es uns gelingen wird … 😉
Nun hatte uns der Jetlag aber endgültig eingeholt. Gepaart mit den anstrengenden Dehnübungen während des Essens blieb uns keine andere Möglichkeit mehr, als uns dem ersehnten Schlaf hinzugeben. Außerdem hatten wir uns für den kommenden Tag, der Traumwetter versprach, einiges vorgenommen …



Ausgewählte Kuriositäten:
  • Japan umfasst 6852 Inseln, wovon 421 bewohnt sind. Die 4 großen Inseln Honshu, Hokkaido, Shikoku und Kyushu machen 97% der Landesfläche aus.
  • Die Bevölkerungsdichte von Tokio (auf der Hauptinsel Honshu) beträgt 5751 Einwohner/km².
  • Die Bevölkerungsdichte der Insel Hokkaido (nördlich von Honshu) beträgt 72 Einwohner/km².
  • Der Kaiserpalast Tokio ist die Residenz des Tennō, des japanischen Kaisers. Der amtierende Kaiser Akihito wurde am 12. November 1990 offiziell zum 125. Tennō von Japan ausgerufen. Akihito hat seiner Regierungszeit den Namen Heisei (平成, Frieden überall) gegeben. Nach der aktuellen Japanischen Verfassung ist der Tennō das Symbol des Staates und der Einheit des Volkes.

Dienstag, 26. Februar 2019

Die Reise beginnt ...

Knapp zweieinhalb Jahre sind nun vergangen, seit Gianni und ich von unserer gemeinsamen Reise mit Thomas nach Westkanada zurückgekehrt sind. Natürlich grübelten wir schon während und vor allem nach dieser Reise über unsere nächsten Ziele nach, allerdings auch in dem Wissen, dass es aufgrund der unterschiedlichen Lebenssituationen schwer werden könnte, wieder gemeinsam eine anzutreten. Umso schöner ist es, dass es uns doch wieder gelungen ist, zusammen ein fernes Land zu erkunden. Ja, diesmal tatsächlich nur ein Land, denn im Vergleich zu unseren bisherigen Reisen werden wir dieses Mal bei unserem vierwöchigen Trip keine Zwischenstopps einlegen, sondern versuchen, uns einen möglichst vielfältigen Eindruck des viertgrößten Inselstaates der Welt zu verschaffen: Japan.

Auch dieses Mal ist es uns gelungen, jemanden dafür zu begeistern, unsere traute Zweisamkeit zu durchbrechen. Mit Martin haben wir wieder einen langjährigen guten Freund und gleichzeitg meinen Arbeitskollegen an Bord, mit dem ich 2006 bereits gemeinsam die USA besucht habe. Da er sich also schon als Reisepartner bewährt hatte, sprach nichts dagegen ;-)

Aufgrund der praktischen Direktflugverbindungen von Wien nach Tokio bzw. von München nach Tokio werden wir den langen Anreisetag am 28.02. getrennt hinter uns bringen. Martin und ich starten zu Mittag von Wien und landen am 01.03. um 06:50 Uhr Ortszeit in Japan, während Gianni von München abhebt und am späten Vormittag in Tokio landet. Sollten wir es schaffen, uns durch den mit japanischen Zeichen geschmückten Schilderwald zu kämpfen, werden wir uns hoffentlich gegen Mittag in unserem ersten Hotel im tokioter Geschäfts- und Vergnügungsviertel Ginza bei unserem ersten Sake treffen.

Während unserer Reise halten wir uns die meiste Zeit auf Japans größter Insel Honshu auf, besuchen aber für ein paar Tage auch Kyushu, die direkt südlich gelegene und drittgrößte Insel des Landes. Auch wenn Japan vor allem für seine gewaltigen Metropolen wie Tokio oder Osaka bekannt ist, hoffen wir auf unserer Route auch viel Kulturelles sowie einzigartige Landschaften sehen und erleben zu können. Und mit etwas Glück bekommen wir gegen Ende der Reise noch etwas von der weltberühmten und allseits beliebten Kirschblüte mit. Details dazu folgen dann aber im Laufe der nächsten Wochen ...

Wie oben schon erwähnt, lautet unser erstes Ziel Tokio. Wir werden zuerst drei Tage in Japans Hauptstadt und gleichzeitig bevölkerungsreichsten Metropole der Erde verbringen, ehe wir sie am Ende unserer Reise wieder für ein paar Tage beehren und am 31.03. Richtung Heimat verlassen. Die Wettervorhersage für die ersten Tage ist auch ganz in Ordnung, teils kann und wird es wohl ein wenig regnen, allerdings sollte etwas Sonnenschein ebenso drin sein. Die Temperaturen werden ohnehin schon etwas höher sein als bei uns, obgleich wir uns gerade aus einem recht frühlingshaften Österreich verabschieden.

Wir wünschen allen viel Spaß beim Lesen und hoffen, euch mit unserem Blog wieder ein bisschen an unserer Reise teilhaben lassen zu können. Wir melden und aus Tokio!


Tokio Tag 1 (Kamakura) & Tokio Tag 2 (Nikko) & Tokio Tag 3

Fast vier Wochen sind tatsächlich schon vergangen, seit wir hier in Tokio gelandet sind. Auch wenn wir in dieser Zeit vieles erlebt und unt...